It’s a hot hot Summer

Naja, ich hoffe eigentlich nicht, denn wie ihr wisst – und ich übertreibe nicht – hasse ich den „Summer“. Oder anders gesagt Temperaturen über 30°C in der prallen Mittagssonne – egal zu welcher Jahreszeit.

Umso wichtiger ist es, sich mit der passenden Kleidung für diese Jahreszeit auszustatten. Und hier plädiere ich nicht für möglichst viel Haut, denn das brennt schnell und wenn man, wie ich, eher der nordische Typ ist, heißt das verbrennen. Ich wechsle meine Hautfarbe nur von milchig weiß zu knallrot zu dunkelweiß und dann wieder zu milchig weiß.

Egyptian Summer – Was Ägypten mich lehrte.

Ich erinnere mich an meinen tollen Ägyptenurlaub. Von Hurgahda nach Kairo im vollklimatisierten Bus und dann die Erkenntnis, dass eine Reise vom Nordpol zum Äquator nur einen Schritt aus dem Bus dauert. Seitdem weiß ich auch, dass gegen ‚eine Wand laufen‘ schon recht gut das Gefühl beschreibt, wenn von jetzt auf gleich die Temperatur um 20°C ansteigt. 42°C Außentemperatur – ich wunder mich heute noch, dass ich nicht geschmolzen bin. In Kairo habe ich mir übrigens einen Kaftan gekauft, dunkelblau und was soll ich sagen, damit waren die Temperaturen um einiges besser auszuhalten, als in Shirt und kurzer Hose.

In Ägypten habe ich auch gelernt, dass man gar nicht so schnell blinzeln kann, wie die Kontaktlinsen von der Klimaanlage ausgetrocknet werden. Doof nur, wenn man die Brille im Hotel in Hurgahda vergessen hat. Meine Erinnerungen an Kairo sind also um einige Dipotrien verschwommen. 😀

Summer in the City

Aber zurück zum Thema. Merke: Gegen Hitze hilft am besten locker schwingende Kleidung. Das habe ich letztes Jahr im Sommer auch versucht bei meinem Schwitzekrümel anzuwenden, aber in der Kita ist man der Meinung nur kurze Ärmel helfen gegen Hitze. Na ja solange sie ordentlich eingeschmiert ist, soll sie sich ruhig an die Temperaturen gewöhnen, wenn die Magnetpole noch weiter wandern, wird das ja wohl in Zukunft zur Gewohnheit – Ein kurzer Moment in dem ich den schneereichen Wintern meiner schon weit zurückliegenden Kindheit hinterher trauere.

Worauf ich eigentlich hinaus will – und damit ist das die längste Einleitung meiner Bloggerlaufbahn – ich durfte mal wieder für die liebe Carolin von Fadenkäfer Probenähen und zwar – an dieser Stelle schließt sich der Kreis: eine luftige Bluse/Tunika/Kleid für den bevorstehenden Sommer.

Es ist ein Schnitt für nichtdehnbare Stoffe also Chiffon, Voile, Baumwolle etc. – also eigentlich für die ganzen luftigen Sommerstoffe. Besonders schick und bequem wird das ganze durch die Knopfleiste. Und wer jetzt gleich denkt: nichtdehnbare Stoffe und auch noch ne Knopfleiste – nee Danke! Dem sei gesagt, dass es im eBook so super erklärt ist, dass ich es gleich beim ersten Mal und völlig ohne Fragezeichen geschafft habe. Also Mut wird hier definitiv belohnt.

Meine Summer im Detail

Ich habe einen schnöden schwarzen, recht dünnen Baumwollstoff gewählt, den ich in der Stoffabteilung von Karstadt auf dem Restetisch gefunden habe. Eigentlich habe ich einen Kombistoff für den „Weißt du eigentlich wie lieb ich dich habe“-Stoff gesucht (und gefunden).

Ja schwarz kleidet zwar immer, aber ist ja jetzt auch ein bisschen langweilig. Also dachte ich mir, Pink leuchtet super dazu und peppt das Ganze etwas auf. Nun hat die Bluse eine pinke Paspel rund um die Knopfleiste. Damit auch in der Rückansicht ein bisschen Farbe ins Spiel kommt, habe ich den Rücken geteilt und auch dort die pinke Paspel vernäht. Da ich von einem Oberteil vom Krümel noch ein bisschen Chiffon übrig hatte, habe ich diesen für die Ärmel und den oberen Rücken genommen. Das war eine gute Idee – denn so ist es gerade an den Armen schön luftig, die werden aber in ihrer postschwangerschaftlichen, monstermäßigen Ausdehnung wundervoll kaschiert.

Ich muss jetzt aber gestehen, dass ich die Bluse schon 2 Nummern größer genäht habe, als ich vor der Schwangerschaft getragen habe. Ich habe mich dabei an der enthaltenen Maßtabelle orientiert, aber leider nur am Hüftumfang. Dachte das wäre die breiteste Stelle meines Körpers. Aber nein es war der Busen *innerlicher Jubel* – und ja auch der postbaby Bauch (hey mein Kind hat 4600g gewogen – man kann einen Kürbis nicht in ner Erbse verstecken). An beiden Stellen spannt es nun ein wenig, aber ich betrachte das mal als Ansporn, denn ich bin so stolz auf mein erstes Webwaren-Kleidungsstück für mich, dass es schade wäre es nicht zu tragen. Also weg von der Zirkuszeltfigur hin zur Einmanniglu-Figur. Okay, okay Familienzeltfigur. Wir wollen ja keine unrealistischen Ziele stecken.

Hard-Facts

Bei Fadenkäfer im Online-Shop bekommt ihr den Schnitt und auch bei Makerist und DaWanda.

Und bei Facebook seht ihr noch mehr richtig tolle Designbeispiele!!

Bis bald

Julia.

Comments

comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.